Münsterland - Drostenhof Wolbeck


Drostenhof Wolbeck in Münster

1 Kommentar:

  1. Drostenhof ist eines der schönsten erhaltenen Herrenhäuser des Münsterlandes.
    Mindestens seit 1389 sind die Herren von Merveldt als Burgmänner in Wolbeck nachgewiesen. Der Drostenhof wurde zwischen 1554 und 1557 im Ortskern von Wolbeck im Renaissancestil errichtet. Das zehn Jahre zuvor erbaute Torhaus zeigt noch gotische Merkmale. Im 19. Jh. dienten einige Räume im Erdgeschoss der neu eingerichteten preußischen Amtsverwaltung als Dienstzimmer. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden im Drostenhof Flüchtlinge Unterkunft.
    Seit 1975 befindet sich im Drostenhof das Westpreußische Landesmuseum. Seit 1975 wurden neben der ständig erweiterten Dauerausstellung im Obergeschoss und einem dazu gehörenden Danzig-Zimmer fast 60 Sonderausstellungen und über 40 Kabinettausstellungen in den Repräsentationssälen des Erdgeschosses gezeigt. Dort finden auch Konzerte, Vorträge und Lesungen statt.
    Enge Kontakte bestehen zu polnischen Museen an der unteren Weichsel. Seit 1999 unterhält das Westpreußische Landesmuseum eine Außenstelle in Krokow/Krokowa im Kreis Putzig/Puck unweit von Danzig/Gdansk in Polen/Polska.
    Das Archiv umfasst über 1000 Urkunden, Dokumente und Belege aller Art. Das Westpreußische Landesmuseum sammelt und präsentiert: Gemälde, Silber, Möbel, Cadiner Majolika, alte und neue Grafiken, Medaillen, Münzen und Notgeld, Modelle u.a. zur Stadtarchitektur, Urkunden und andere Zeugnisse zur Landes-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Westpreußens; Geschichte des Deutschen Ordens, Danzig-Zimmer "Perle der Ostsee" und Sonderausstellungen.
    Für Eheschließungen können zwei Räume genutzt werden: Das Danzigzimmer mit alten Möbeln, Gemälden, Bernstein, Gold- und Silberschmiedearbeiten und der große Festsaal mit wunderschönen Stuckarbeiten von 1650, die Szenen aus der antiken Mythologie und Jagddarstellungen zeigen.

    AntwortenLöschen